Das moderne Denkmal

1961 bis 1964 entstand am Alexanderplatz das Haus des Lehrers mit einem separaten Kuppelbau für Veranstaltungen – dem heutigen bcc. Der Gebäudeteil besticht durch klare Formen und viele interessante architektonische Details: weithin sichtbar ist die glänzende Aluminiumkuppel. Aus den Foyers heraus eröffnet sich ein freier Blick auf den Berliner Stadtraum. Seit den 1990er-Jahren steht das Ensemble unter Denkmalschutz.

bcc architektur geschichte
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Bis 1945

An der Stelle des heutigen Haus des Lehrers befand sich bis 1945 das Lehrervereinshaus. Es wurde von Hans Toebelmann und Henry Groß für den Berliner Lehrerverein entworfen und 1908 eingeweiht. 1945 fiel es den Fliegerbomben des zweiten Weltkrieges zum Opfer.

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Hermann Henselmann

Der 1905 geborene Architekt Hermann Henselmann schuf unter anderem die international anerkannten Entwürfe für die Neubebauung der Stalinallee. Von 1953 bis 1959 war er Chefarchitekt beim Magistrat von Groß-Berlin, danach Chefarchitekt des Instituts für Sonderbauten der Bauakademie.

Als die Führung der DDR beschloss, die Tradition des ehemaligen Berliner Lehrervereinshauses an alter Stelle fortzusetzen, beauftragte sie Hermann Henselmann mit dem Entwurf für einen zeitgemäßen Kommunikations- und Veranstaltungsort sozialistischer Prägung. 

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1961

Hermann Henselmann entwirft mit dem Haus des Lehrers und der Kongresshalle einen visionären Gebäudekomplex. Funktionalität und Transparenz werden in einer futuristischen Architektur umgesetzt. Die Grundsteinlegung erfolgt am 12.12.1961 durch den Ost-Berliner Oberbürgermeister Friedrich Ebert.

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1964

Nach drei Jahren Bauzeit wird das Ensemble am 09.09.1964 eröffnet. 

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Ab 1964

Während das Haus des Lehrers der Weiterbildung der Pädagogen dient, finden im heutigen bcc Kulturveranstaltungen und einzelne internationale Kongresse statt. Höhepunkte sind Veranstaltungen zu den Berliner Festtagen und das "Festival des politischen Liedes". Zwischen 1964 und 1971 tagt hier mehrfach die Volkskammer der DDR.

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1990–2001

Nach der Wiedervereinigung geht das Gebäude im September 1991 in das Eigentum des Landes Berlin über. In den 1990er-Jahren wird das Architekturensemble unter Denkmalschutz gestellt und 1999 in die Bestenliste des Berliner Bauens aufgenommen.

Die Bausubstanz verfällt jedoch zunehmend und die Veranstaltungen verlieren an Niveau. Ende der 1990er-Jahre entdeckt die Generation@ den Alexanderplatz. Kreative aus den Bereichen Multimedia, Kunst und Architektur sind Zwischennutzer des Gebäudes.

 

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2001

Die bcc Grundstücksgesellschaft erwirbt das Bauwerk vom Land Berlin. Durch die Lichtinstallation "Blinkenlights" von September 2001 bis Februar 2002 erfährt das Haus international viel Aufmerksamkeit.

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März 2002–Anfang 2004

Für ca. 30 Millionen Euro werden das Haus des Lehrers und die Kongresshalle denkmalgerecht umgebaut und grundlegend modernisiert. Das Investment wird wesentlich durch die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte getragen. Unter Wahrung der architektonischen Identität entsteht ein einmaliger Veranstaltungsort.

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Ab 2003

Ab 2003 betreibt die bcc GmbH die ehemalige Kongresshalle als "bcc". Das Corporate Design entwickelt das Gestaltungsbüro gewerkdesign. Im September 2003 eröffnet das bcc mit einem internationalen medizinischen Fachkongress. Seitdem ist das Baukunstwerk ein Veranstaltungsort für hochwertige Events der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medizin und IT. 

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Chaos Computer Club

Von 2003 bis 2011 findet der jährliche "Chaos Communication Congress" im bcc statt – die Fachkonferenz des Hackervereins Chaos Computer Club (CCC) mit bis zu 3.000 Teilnehmern.

2005

Christian Hartje und Jan Pieper von der K3 SONIC FACTORY kreieren den Corporate Sound des bcc. Die Künstler erläuterten: "Die Herausforderung bei der Komposition [...] bestand darin, verschiedene, extrem unterschiedliche Einflussfaktoren miteinander zu verbinden. Hierzu gehörten Architektur, Farbgebung, aber auch der geschichtliche Wandel, den das Gebäude durchlebt hat. Das futuristische Design sollte sich in der Komposition wiederfinden."

Während des "Chaos Communication Congress" (CCC) wurde das Soundlogo des bcc als Pausenmusik genutzt und es ist immer noch weltweit bei IT-Veranstaltungen zu hören. 

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2007

Der Vorplatz und die Vorfahrt des bcc werden nach historischem Vorbild denkmalgerecht saniert und erhalten ihr historisches Streifenmuster aus den 60er-Jahren zurück.

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2008

In Zusammenarbeit mit gewerkdesign entwickelt das bcc einen individuellen Cateringprozess und die dazugehörige Geschirrserie cp08. Hierbei wurden alle Abläufe des Caterings von der Lagerung, Vorbereitung, Zubereitung bis hin zur Präsentation und dem Service am Gast neu gedacht. Das Stapelporzellan kombiniert Design und Funktionalität, bietet als modulares System unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten und fügt sich lückenlos in das Gastronormsystem ein. 

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2013

Das bcc präsentiert sich mit einem überarbeiteten Corporate Design. In Zusammenarbeit mit gewerkdesign entstanden ein optimiertes Logo, eine neue Webpräsenz und neu definierte Gestaltungsprinzipien. Außerdem wird aus der bcc Berliner Congress Center GmbH die bcc Berlin Congress Center GmbH. Die Umstellung von "Berliner" auf "Berlin" rückt den Standort in den Mittelpunkt und verbessert dabei die internationale Verständlichkeit.

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2019

Im bcc wird ein neues Bestuhlungs- und Tischsystem eingeführt. Die in Deutschland gefertigte Kollektion wurde in einer dreijährigen Entwicklungsphase und enger Zusammenarbeit mit der Brunner GmbH entworfen. Sie besteht aus dem "A-Chair", aus einem speziell für das bcc entwickelten Tisch sowie passenden Tischblenden, Schreibtablaren und Transportwagen. Alle Elemente zeichnen sich durch ein klares, zeitloses Design aus, das sich der Architektur des bcc unterordnet.

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2026

In Zusammenarbeit mit gewerkdesign und ausgewählten Berliner Kreativen entsteht eine neue Corporate Identity für das bcc. Unter anderem erhält das bcc ein neues, aus seiner Architektur abgeleitetes Farbkonzept, die speziell entwickelte Schriftart "bcc Type", eine neue Website sowie neue Gestaltungsprinzipien für die gesamte Kommunikation – von der Visitenkarte bis zum Leitsystem.